Die Gemeinde Oberndorf

Das Wappen
Das Wappen

Beschreibung:
Geteilt;oben: in Grün ein silbernes Wellenband; unten:zinnenförmig gespalten von Rot und Silber.
Begründung:
Das silberne Wellenband versinnbildlicht den Oste-Fluss, der die in der grünen Ostemarsch liegende Gemeinde teilt. Die Zinnenmauer wurde
dem Wappen den Adelsgeschlechts von Brobergen entlehnt, das in Oberndorf Besitz hatte.

Basisdaten

Geschichtliche Entwicklung
1316 wurde Oberndorf als „Overdorpe“ das erste Mal urkundlich erwähnt. Sicherlich ist Oberndorf älter. Mit der Eindeichung jedoch wurde es erst möglich, größere Siedlungen anzulegen. Das genaue Datum der Eindeichung lässt sich schwer bestimmen. Wahrscheinlich hat sie an der Elbe und Oste um die Mitte des 12. Jahrhunderts begonnen.
1480 wurde eine Marien- und 1508 eine Rosenkranz-Vikarie gestiftet, aus denen nach der Reformation das Vikariat hervorging. Im Gegensatz zu den Bewohnern der Geestinsel der Wingst waren die Siedler in den Marschen freie Bauern, die ihre Richter und Landgeschworenen selbst wählten. In der Zeit von 1502 bis 1511 schloss Oberndorf gemeinsam mit dem Kirchspiel Geversdorf ein Bündnis mit dem Land Kehdingen. Die Herren von Brobergen besaßen in Oberndorf das so genannte Bürgergericht. Infolge der Ansiedlung von Handwerkern, Kaufleuten und Schiffern wurde Oberndorf bereits im 17. Jahrhundert als Flecken erwähnt. Neben der Schifffahrt spielte der Tonabbau, bedingt durch die Flussmarsch, in den späteren Jahren eine besondere Rolle und im 19. Jahrhundert der Aufbau der Ziegelindustrie.

Geographie und Topographie
Oberndorf gehört zur Samtgemeinde Am Dobrock und liegt etwa 40 km süd-östlich von Cuxhaven. Das Gemeindegebiet erstreckt sich beiderseits der Oste. Durch Oberndorf führen die Kreisstraßen 24, 25 und 27 sowie die Landesstraße 113.
Die topographischen Verhältnisse des Gemeindegebietes werden durch die Osteniederung bestimmt. Der Naturraum ist durch die zwei verschiedenen Bodenarten Marsch und Moor gekennzeichnet. Die Ostemarsch war ein Stück der Elbmarsch. Im Laufe der Jahrhunderte schlickte das große Flussbett zu. Erst später bildete sich für Elbe und Oste ein separates Flussbett. Die Landschaft weist eine überwiegende Grünlandnutzung mit geringem Waldanteil und zahlreichen Entwässerungsgräben auf.